HI8 digitalisieren

16. Januar 2010 | Von | Kategorie: Video, Video digitalisieren

HI8 Video digitalisieren:

Im nachfolgenden Artikel möchte ich auf meine Erfahrungen eingehen die ich gesammelt habe beim Video digitalisieren von alten analogen HI8 (8mm) Filmen. Dabei habe ich die Kassetten selbst überspielt. Ich werde auch meinen Aufbau bzw. die Geräte dazu vorstellen mit dem ich das Digitalisieren der 8mm Magnetbänder angegangen bin.  Ich habe mich entschieden das Video digitalisieren selber zu machen, da mir die Angebote im Internet zu teuer waren da ich sehr viele Kassetten zu digitalisieren hatte. Als zentrale Objekte für bei dem Digitalisieren von alten Videos sehe ich folgende Komponenten:

  • HI8 Videoplayer
  • Video- Analog / Digitalwandler
  • Schnittcomputer (bei mir ein MAC Mini)
  • Schnittsoftware (bei mir Final Cut Express 4)

Wer alte Videos im Format 8mm (HI8 und Video8) digitalisiert, wird nur in den seltensten Fällen mit den Resultaten auf anhieb zufrieden sein. Verrauschte Bilder, matte Farben und immer wieder Artefakte der Komprimierung trüben den Genuss. Hier ist es wichtig nicht an der Harware zu sparen. Mit der richtigen Software können auch noch verrauschte Bilder und schlechte Farben optimiert werden. Das alles gibt es günstig auf E-Bay da hier viele nach ihrem Video Projekt die Hardware wieder verkaufen.

Bei HI8 handelt es sich um kleine Magnetbänder die in etwa die größe eine Philipps Musik Kassette haben nur dicker sind. Sie sind der Nachfolger der Video8 Bänder und unterscheiden sich eigentlich nur wie die Köpfe die Informationen (schräg) auf das Videoband schreiben. Dieses kleine Format der Video-Kassetten ermöglichte es der Industrie Camcorder zu bauen die Konsumertauglich sind, da ihre Abmessungen sehr kompackt gestaletet werden konnten.

HI8 Abspielgerät:

Es gibt zwei Möglichkeiten HI8 Aufnahmen wiederzugeben. Eine Möglichkeit ist falls vorhanden das Bänder mit dem Camcorder wiederzugeben mit dem die Aufnahmen erstellt wurden. Falls dieser nicht mehr vorhanden ist kann ein Gebrauchtgerät gekauft werden. Die zweite Möglichkeit ist sich einen Player zu kaufen der im Prinzip nur das Band wiedergibt wie ein Videorecorder.

Ein typisches Gerät für das Abspielen, Überspielen und schneiden war der Sony EV-C3 HI8 Player. Ich selber habe für HI8 Bänder einen anderen Player im Einsatz der Video8, HI8 und VHS wiedergeben kann.

Analog- Digitalwandler:

Um die analogen HI8 Aufnamen digitalisieren zu können habe ich mich nach einen erschwinglichen Analog- Digitalwandler umgeschaut der Ton und Video syncron aufnimmt. Dabei bin ich auf den Canopus DV 110 gestoßen der zu erschwinglichen Preisen auf Plattformen wie eBay gehandelt wird.

Nachdem ich den Canopus DV 110 mit meinem Videorecorder verbunden hatte musste ich nur noch den ADVC 110 mit meinem Computer verbinden. Ich setze für meine Videothemen einen MAC MINI ein. Der Canapus wurde von meinem MAC MINI und iMovie09 sofort als externe Kamera erkannt und ich konnte mit dem digitalisieren loslegen. Der Canopus wird über FireWire am Computer angeschlossen.

Format und Platzbedarf:

Als Aufzeichnungsformat habe ich den Format Typ DV gewählt da hier noch nicht so stark komprimiert wird. Zu beachten ist natürlich der erhebliche Speicherbedarf. Ich selber habe für ca. 12 3/4 volle 1 Stunden Bänder 130 GB Platz gebraucht.

Mein Aufbau zum analog Video digitalisieren:

Nachfolgendes Bild zeigt meinen Aufbau zum digitalisieren von Video8, HI8 und VHS Videobändern.

Auf dem Bild ist von links aus betrachtet folgendes zu sehen:

  1. externe Festplatte für die Video Roh Daten
  2. der MacMini mit der Aufnahme- / Schnittsoftware iMovie09
  3. der Canopus ADVC 110 Video- Analog / Digitalwandler
  4. der Videoplayer für die Formate Video8, HI8 und VHS
  5. mein Monitor nebst iMovie im import Modus
Video8 digitalisieren Aufbau
Video8 digitalisieren Aufbau

Die Kosten für die Geräte externe Fesplatte, Canopus Analog- / Digitalwander und Videoplayer belaufen sich auf ca. 430 Euro in Summe. Natürlich geht es auch billiger aber ich wollte eine gute Qualität haben wenn ich schon den Aufwand betreibe.

Eine überlegung war auch die Bänder weg zu geben. Aber hier sind die Kosten leicht höher und ich möchte die Rohdaten haben um selber schneiden zu können ohne einen weiteren Qualitätsverlust.

Wissenswertes zu HI8:

Auf WIKI sind die wichtigsten Daten und Informationen zum Thema Video8 zusammengefasst Link zu Wiki.

Mein Fazit zum HI8 digitalisieren:

Nach meinn Erfahrungen beim Digitalisieren von Video8 Bändern hatte ich keine Probleme mehr mit den HI8 Bändern.  Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden und mache mich jetzt an das schneiden und erstellen der DVD’s. Ich kann bei solch einem Projekt nur empfehlen sich eine 1 TB Festplatte zur Seite zu stellen. Die Datenmenge ist gewaltig. Im Großen und ganzen lohnt sich der Aufwand und die Ausgaben nur wenn man viele Bänder digitaliseren will. Ansonsten sollte man einen Video8, HI8 oder VHS digitalisierungs Service in betracht ziehen.

Weiterführende Artikel

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18 Kommentare auf "HI8 digitalisieren"

  1. Juergen sagt:

    Hallo
    Der Artikel ist sehr gut geschrieben.
    Ich habe annähernd den gleichen Aufbau.
    ADVC 110, Sony Hi8 recorder, iMac, und i Movie 09 also version 8.0.6
    Verbindung recorder, ADVC110 S-Video Kabel
    ADVC110 zu iMac firewire

    Mein Problem ist Bild kommt gut rüber aber kein Ton. Bin recht ratlos da die Hinweise auf ältere iMovie Versionen die Kamera zu deaktivieren bei mir insofern nicht geht da ich den besagten Schalte oder besser Kästchen nicht habe oder finde.
    Wäre für Tip sehr dankbar

  2. Andi sagt:

    Ich habe auch noch sehr viele alte 8 und Hi-8 Bänder, habe mir deshalb bei eBay einen entsprechenden Player geordert, der angeblich in Ordnung war, wo ich aber doch dann selber ein paar lose Zahnräder vom Cassettenauswurf montieren durfte .
    Dann funktionierte er einwandfrei, als Aufnahmegerät verwende ich einen Panasonic DVD-Recorder, Bild und Ton sind einwandfrei.

  3. tron sagt:

    Hallo!

    Ich finde es einen Hammer, dass Sony keine Geräte mehr für Video8 oder Hi8 anbietet. Wie ich, haben sicher viele Ihre Aufnahmen in dem guten Glauben, diese auch noch viel später sehen zu können, gemacht. Und heute hält Sony nichts mehr für uns bereit.

    Wie lange wohl die Bänder überhaupt halten? Ich hatte mir zuerst überlegt, die Bänder mit einer entsprechenden Karte von Pinnacle zu digitalisieren. Das klappte, jedoch machte die Synchronität Bild/Ton doch einige Probleme. Und die Datenmenge war sehr groß, da MPEG2.

    Später habe ich mir dann einen Festplattenrecorder gekauft und viele HI8-Fime auf dessen Festplatte gespielt. Leider sind diese Platten nicht mit herkömmlichen Festplatten zu vergleichen und stellen somit ebenfalls nur eine vorübergehende Möglichkeit dar. Die Filme lassen sich dann auf DVD’s brennen, wovon es auch welche gibt, die 18 Jahre Haltbarkeit laut ct versprechen.

    Aber am besten wäre es m. E. aber doch, die Video-Daten auf “normalen” Festplatten zu sammeln, schließlich kann man die Daten dann immer mitnehmen auf neuere Platten und duch Kopien eine große Sicherheit gegen Totalverlust garantieren. Dafür müssten diese Dateien komprimiert sein, sonst werden die Dateien einfach so groß. Sicher besteht das Problem, dass in der Zukunft bestimmte Datenformate nicht mehr einfach so abzuspielen sind. Aber einmal digitalisiert vorliegend, sollte man doch davon ausgehen können, dass bei Verwendung eines nicht total exotischen Kompromierungformats, dieses selbst noch in sehr vielen Jahren nutzbar sind. AVCHD sollte diesen Anspruch erfüllen…

    Neidvoll muss man erkennen, wie praktisch doch stinknormale Fotos sind, die man ggf. mit einem einfachen Hilfsmittel wie einer Brille einfach so ansehen kann, ganz ohne Technik. Und selbst nach vielen Jahrzehnten ist eine Fotobox in der Lage, schöne Stunden zu bereiten. Ich erinnere mich daran, dass meine Oma solche Fotos in einem Karton bevorratete.

    Gruß
    tron

  4. admin sagt:

    Hi Felix,

    wie ich Dich verstanden habe willst Du die Videos digitalisieren. Aber dieser Solisto analog / digital Wandler wandelt doch nur Ton ? aber kein Bild !
    Wie willst Du dann am PC das Bild aufnehmen ?
    Ich würde an Deiner Stelle mir z. B. so einen Canopus holen und diesen am Ende wieder zu verkaufen.

    Gruß,

    Admin

  5. felix sagt:

    ich habe jetzt beim suchen nach einer videoanleitung das programm von magix gefunden und wollte mal fragen ob jemand damit erfahrungen hat weil es ist ja deutlich preiswerter als die mathode vom autor dieses berichtes

    http://www.amazon.de/MAGIX-Retten-Sie-Ihre-Videokassetten/dp/B0041JQWPI/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1295212644&sr=8-1

  6. felix sagt:

    hi,.
    meine vater hat damals als ich geboren wurde sehr viele hi8 bänder voll gemacht und jetzt haben wir uns abundzu mal was davon angeshenen… es ist nur blöd das das bild auf dem tv schwarz-weiß ist und auch kein ton vorhanden ist …
    deswegen hab ich mir gedacht ich digitalisiere das mal um ihm eine freude zu machen :).
    ich habe in deinem bericht gelesen, dass man ein abspielgerät für die hi8 bänder braucht. ich habe noch eine videokamera, die hi8 bänder abspielt also bräuchte ich ja nur noch den digital- analog wandler oder?
    ich hab mal bei amazon dannach gesucht und den hier gefunden :

    http://www.amazon.de/Digital-Analog-Wandler-Solisto-Netzteil/dp/B001H7767K/ref=sr_1_4?ie=UTF8&qid=1295191524&sr=8-4

    denkst du das der dafür ok ist?
    lg

  7. admin sagt:

    Hallo Mathias,
    ich habe gerade zwei Bilder aus einem RAW DV Video heraus aufgenommen. Dieser RAW DV Stream wurde mit dem ADVC-110 aufgenommen. Ich selber empfand die Störungen die zu sehen sind als nicht störend, da ich davon ausgehe das es einfach an den alten Kassetten liegt.

    1. Diese Aufnahme zeigt ein Bild mit Farben:

    Canopus DV 110

    Canopus DV 110 Farbe

    2. Diese Aufnahme zeigt ein Bild von der laufenden Video8 Kassette ohne Bild. Also einfach das schwarze Bild einer leeren Kassette bzw. den Anfang der Kassette:

    Canopus DV 110

    Canopus DV 110 Schwarz

    Ich könnte mir vorstellen, dass es vielleicht daran liegt, dass zwischen Deinem Rechner, Deinem Canopus und dem Videoabspielgerät die Erdung nicht gegeben ist. Also das vielleicht durch unterschiedliche Potentiale es hier zu einem Rauschen kommt. An den Kabel kann es nicht liegen da es ja im Fall der TV Karte funktioniert.

    Wenn Du mir ein Bild Deines Störbildes schickst publiziere ich das hier gerne.

    Viele Grüße,

    Admin

  8. Mathias sagt:

    So,
    jetzt habe ich einige sehr interessante Versuche hinter mir:

    1) In der Tat: Das Problem mit H264 ist die doppelte Formatumwandlung von MPEG-2 aus.
    Zwar sieht man bei >10MBit/s MPEG-2 Aufnahme vom Hi8 Original keine Bildverbesserung mehr,
    aber für die nachfolgende H264 Umwandlung reicht das nicht aus: Man braucht erheblich mehr Pixelinformationen, denn sonst wird das Bild schlechter. Ich hatte schon darüber berichtet.
    Also habe ich die Bitrate gesteigert, und tatsächlich wird die Bildqualität des H264 Videos immer besser, obwohl ich stets nur mit 3MBit/s encodiere.
    Beim Maximum von 25MBit/s MPEG-2 erkennte ich nun erstmals die wahren Fähigkeiten von H264:
    Man kann nämlich in 1,5MBit/s und in 3MBit/s encodieren, vom Endergebnis sehen sich beide Filme aber täuschend ähnlich, und das obwohl die eine Datei nur halb so groß ist wie die andere. Man sieht den Unterschied nur im direkten Vergleich!

    Das Videobild, welches die TV-Karte (Philips SAA7134) liefert ist recht ordendlich. Sie erzeugt nur geringfügiges Rauschen -als weiße Pünktchen zu sehen- und auch nur ein geringes Farbrauschen.
    Nach der H264 Encodierung ist von den weißen Pünktchen nichts mehr zu sehen, obwohl ich keinerlei Rauschfilter einsetze – auch nicht bei der MPEG-Masteraufnahme. Die TV-Karte besitzt einen Hardware MPEG-2 Encoder, den ich direkt nutzen kann und der die Rechner-CPU gewaltig entlastet. Ich komme mit einem P4 -3.2 GHz – 32Bit – 1Kern auf ~65% CPU-Auslastung bei 25MBit/s MPEG-2 Aufzeichnung.

    2) Nun habe ich auch einen nagelneuen CANOPUS ADVC-110 getestet.
    Der ADVC zeichnet das Bild als Digital Video (DV) mit 25MBit/s auf und das verwendetete Komprimierungsverfahren ähnelt dem MJPEG. Diesen Datenstrom brauche ich nur zu importieren.
    Als Container wird AVI verwendet, Daher heißt das Format DV-AVI. Dieses wiederum gibt es als Typ 1 (=Audio und Viedeo verzahnt), als Typ 2 (= Audio und Video als separate Datenströme) und zuletzt noch RAW-DV (=Rohdaten).
    Das alles verändert aber nicht die Bild- oder Tonqualität, sondern es betrifft nur die Anordnung dieser Beiden.

    Und jetzt komme ich zur Frage an den Admin:
    Warum produziert der ADVC-110 so ein starkes Bildrauschen? Es ist mindestens drei mal höher als bei der TV-Karte. In den dunklen Passagen ist es sogar noch schlimmer.
    Ich bin also gezwungen ein Rauschfilter einzusetzen, davon gibt es bei “Avidemux” gleich zehn Stück und jeden kann man zudem individuell konfigurieren, was allerdings wieder einmal eine zeitraubende Angelegenheit sein wird. Ich habe zunächst nur den “High Quality Denoise 3D” in der Standardeinstellung getestet, im Endergebnis habe ich aber Bockartefakte in den feinen Videodetails, die ich bei der Aufnahme mit der TV-Karte nicht habe.

    Warum aber rauscht der Canopus so viel mehr?
    Hast Du das bei deinem ADVC-110 auch bemerkt?
    Du hast das DV-Originalmaterial ja archiviert, das könntest Du also jederzeit nachprüfen.
    Verwendest Du Rauschfilter?

    Gruß
    Mathias

    P.S. Ich habe oben sehr ausfühlich erklärt. Ich will damit aber nur ausdrücken, dass ich “alle Stecker richtig herum eingesteckt habe”. Manchmal kommen solche Rückfragen ja zuerst…
    Meine TV-Karte wird übrigens ganz ohne Software verkauft und kostet etwa halb so viel wie ein ADVC-110.

  9. Mathias sagt:

    Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

    H.264 ist das Format, das die BluRay für Video verwendet. Es ist dreimal effizienter als MPEG-2, erfordert allerdings einen weitaus höheren Rechenaufwand für die Encodierung. Bei der Wiedergabe von h.264 mit winzigen 4Mbit/s 576p ist ein 3,2 GHz Pentium 4 schon zu 40% ausgelastet. Schaltet man dann noch Softwarefilter dazu, fängt die Wiedergabe schon an zu ruckeln. Ein Film auf einer BluRay mit voller Auflösung darf bis zu 40Mbit/s fürs Videomaterial haben. Das schafft solch ein P4 nur, wenn er die Dekodierung und Nachbearbeitung an den Videoprozessor einer entsprechenden Grafikkarte abgeben kann.

    Ein 3,2 GHz P4 schafft dagegen lustig und ohne Bildausfälle PAL-DVD mit 10Mbit/s in MPEG-2 von einem Philips SAA 7134 Digitalisierer aufzuzeichnen (die TV-Karte). Allerdings kann ich nichts über die MPEG Qualität aussagen, da mir der Vergleich zu einem professionellen MPEG-Encoder fehlt. Ich arbeite mit Consumer-Programmen.
    Wie schon gesagt: Ab 9-10Mbit/s wird das aufgezeichnete Bild nicht mehr besser.
    MPEG sieht eine Datenrate für Audio und Video von insgesamt bis zu 9,8MBit/s vor. Die 10Mbit/s sind also schon “Overkill” für Hi8 Material. Bei h.264 seien 2,5Mbit/s bereits “Overkill” für SD <- also nicht HD.

    Aber ich gebe dir Recht: In einigen Jahren wird auch h.264 von einem noch moderneren Format abgelöst werden, weshalb es sinnvoll ist, stets die am wenigsten komprimierte Digitalversion eines ursprünglich analogen Materials aufzubewahren. Und da braucht man große Festplatten, die wiederum heuzutage kein Kostenproblem sind.

    Ich habe eine Idee: Ich werde zunächst von einem miniDV-Camcorder h.264 Umwandlungen vornehmen, um dem Format besser auf den Zahn zu fühlen.
    Da habe ich keine MPEG-2 Zwischenstufe sondern besseres Basismaterial (etwa wie M-JPEG). Allerdings kann ich die gewonnenen Erkenntnisse nicht 1:1 auf Hi8 anwenden, da Analogvideo von geringerer Auflösung ist und der Encoder u.U. mehr Blockartefakte produziert und/oder feine Details verschwinden lässt. Da hilft nur probieren und viel (Rechen) Zeit.
    DivX kann sehr wohl hervorragende, platzsparende Ergebnisse produzieren, wenn das Basismaterial HD ist. Genau da liegt, glaube ich, das Kernproblem: Man braucht die besten und somit rechenintensivsten Encoder-Einstellungen, damit Hi8-Video sich dabei nicht verschlechtert. Und da ist h.264 deutlich besser als DivX.

    Ich habe mal in einem richtigen Kino einen professionell auf DVD-Video digitalisierten Super8 Film ansehen dürfen. Au weia. Da waren öfters statt Pixel – also ein stark verrauschtes Bild – nur Quadrate zu sehen, manchmal sogar Große. Diese DVD konnte man anschließend käuflich erwerben, es wurde aber dazugesagt, dass das teilweise schlechte Bild auf dem heimischen TV-Gerät nicht so schlimm erscheine
    wie auf der Kinoleinwand.
    Die Beiden, die die Digitalisierung vornahmen, waren auch im Kinosaal anwesend und wurden neben anderen entsprechend vom Kinoinhaber vor dem Film gewürdigt, es gab allerhand vorab zu erzählen.
    Leider konnte ich sie nach der Vorstellung nicht mehr finden (um sie mit einer Frage zu überfallen). Ich kann mir die Antwort aber denken: Wir haben es bei DVD-Video immer mit MPEG-2 zu tun.

  10. admin sagt:

    Hi Mathias,

    zu Deiner 1. Frage: „Liegt das Problem am MPEG-2 Zwischenformat“

    Ich denke es liegt nicht direkt am MPEG-2 Format das Du als erstes Aufnahmeformat gewählt hast. Allerdings ist hier natürlich schon eine Komprimierung erfolgt die ich an Deiner Stelle nicht machen würde. Ja der Platz ist wirklich ein Problem. Ich habe jetzt ca. 6 Jahre die 16mm, Super8 und Video8 Filme digitalisiert. Angefangen habe ich mit einem 4,2 TB Server und 2009 hatte ich dann einen RAID6 14 TB Server nur für das Rohmaterial ohne Komprimierung.
    Die Videos habe ich immer im DV Format auf meinem Server gespeichert. Die Kompression liegt bei DV konstant bei 3,5 MB/sec, und ist mit dem freien Auge normalerweise nicht erkennbar.

    Zu Deiner 2. Frage: „Bekommt man mit dem Canopus ADVC 110 (NEC) ein wirklich besseres Bild als z.B. mit einem Philips SAA 7134 Chip?“

    Ich selber hatte in meiner Anfangszeit auch mit diversen Philips und eine Pinnacle DC 10 pro Video-Karten experimentiert. Hier hatte ich immer das Problem das die CPU mit der Komprimierung nicht nachkam und Frames gedropped sind. Dann war auch häufig der Ton nicht Syncron zum Video. Mit einer Hardwarelösung die rein auf das Digitalisieren ausgerichtet ist hatte ich viel weniger Probleme und konnte die Massen an Video8 Bändern digitalisieren. So bin ich beim Canopus ADVC 110 (NEC) gelandet und habe das Videomaterial via FinalCutExpress 4 direkt im DV Format abgelegt.

    Zu Deiner Frage 3. „Mit MJPEG sollte ich doch ein besseres Zwischenformat für das h.264 Endformat haben, oder?“

    Teile von professionellen Videoschnittlösungen setzten das MJPEG Kompressionsverfahren ein. Bei M-JPEG wird jedes Bild bei der Komprimierung einzeln betrachtet und komprimiert. So kann das Komprimierungsverhältnis von Bild zu Bild variieren. M-JPEG hat so den Vorteil, dass beim Video schneiden auf jedes einzelne Bild zugegriffen werden kann. Der Nachteil ist aber, dass es zu deutlichen Artefaktbildungen kommen kann. Also ist die Anzahl der Schnitte niedrig und Du hast lange Szenen würde ich nicht M-JPEG einsetzen.

    Mein Fazit:
    Für mich selber kam nie DivX bzw. XviD etc. in Frage. Auch von dem Format h.264 habe ich abgesehen. Aus den Videos die ich als DV Stream gespeichert habe wurde dann MPEG-2 DVDs von mir erstellt. Mit der Lösung bin ich gut zurechtgekommen und für mich konnte ich so die besten Ergebnisse erzielen. Allerdings habe ich das gesamte Rohmaterial nach wie vor auf meinem Server liegen um es eventuell wieder in ein andere Format umzuwandeln.

    Viele Grüße,

    Admin

  11. Mathias sagt:

    Hallo,

    ich versuche ebenfalls gerade meine Hi8 Bänder per TV-Karte (Y/C-Eingang) zu digitalisieren.
    Das Zielformat soll h.264 mit ca. 3Mbit/s sein.
    (Laut x264 Encoder-Bescheibung sind 2,5Mbit/s bereits ein “Overkill” für SD-Material.)
    Nun kann ich mit dem vorhandenen Videoprogramm nur in MPEG-2 bis max. 25Mbit/s in PAL 25 Bilder, 720×576 Pixel aufzeichnen. Ich verwende 10Mbit/s mit Qualitätsstufe 6 von 7 – was immer das auch bedeuten mag. Über 10Mbit/s sieht man keine Verbesserung mehr, nur wird die Videodatei größer. (Mein Monitor ist selbstverständlich per DVI an der Grafikkarte angeschlossen.)
    Keine Consumer-Videoschnittsoftware unterstützt alle erdenklichen TV-Karten. Da gibt es offenbar Systemunterschiede. Das hat ganz und gar nichts mit dem Geräte-Treiber zu tun, sondern mit der Architektur.
    Wenn ich mit dem Meinigen Video als Rohdaten aufzeichen möchte (ergibt ca. 10 GByte für 5 min.),
    kann ich das aber nur im Format 640×480 Pixel tun. Bescheuert! Huff YUV-Komprimierung lässt sich auch nicht einbinden. Nochmal bescheuert! Dabei handelt es sich um die Ultra-Variante dieser Software zu 89€.
    Ich würde lieber mein anderes Programm benutzen, aber das unterstützt meine TV-Karte nicht.(WDM-Standard)
    _____________________________________________________________________________________
    Problem:
    Wenn ich nun nach MPEG-4 (h.264) konvertiere verschwinden die ganz feinen Bilddetails, verglichen mit dem 10Mbit/s MPEG-2 Zwischenformat. Es entstehen aber keine Blockartefakte, und auch das Bildrauschen wird sehr gut gemildert, obwohl ich kein Rauschfilter verwende. Ich lasse auch immer zwei Durchläufe machen.
    Ich habe die ausführliche Beschreibung des x264 Encoders (per Avidemux) lange studiert und langwierige, langdauerende Einstellungen / Optimierungen probiert, leider erfolglos.
    _____________________________________________________________________________________

    Fragen:
    Liegt das Problem am MPEG-2 Zwischenformat? Eigentlich ist das Bild ja brauchbar, aber 14 Minuten = 1 GByte Speicherplatz sind mir zu viel.

    Bekommt man mit dem Canopus ADVC 110 (NEC) ein wirklich besseres Bild als z.B. mit einem Philips SAA 7134 Chip? Was ist deine Erfahrung?

    Sollte ich mich mal nach einer Software umschauen, die nach MJPEG encodieren kann? (Kann schwierig werden, siehe oben.) Bei MJPEG wird ja jedes Bild als “I-Frame” behandelt. In MPEG-1/2 gibt es noch P- und B-Frames, die nur Bewegungen speichern, aber Bilder darstellen. Nur der I-Frame enthält die volle Bildinformation.
    Mit MJPEG sollte ich doch ein besseres Zwischenformat für das h.264 Endformat haben, oder?

    Man kann Stunden damit verbringen, unterschiedlichste Varianten zu testen. Das Problem dürfte dir ja nicht unbekannt sein. Aber eines ist klar: DivX bzw. XviD scheidet als Zielformat aus, denn das Ergebnis ist zu schlecht!
    Gruß
    Mathias

  12. admin sagt:

    Hallo zusammen,

    ich denke das Markengeräte nicht schlecht sind. Also gebraucht auch noch ein gutes Bild wiedergeben. Ich selber hatten zum Digitalisieren ein NoName Gerät und das hat auch super funktioniert.

    Viele Grüße,

    Admin

  13. Nora sagt:

    Hallo,

    von welchem Hersteller sind die Videorekorder am Besten?

    Grüße
    Nora

  14. admin sagt:

    Hallo Gaby,

    ich habe meine Ausrüstung auf ebay verkauft. Somit kann ich leider Deine Kassetten nicht mehr digitalisieren.
    Meine Empfehlung wäre für Dich entweder auf ein Angebot auf ebay einzugehen und die Kassetten digitalisieren zu lassen oder Dir selber so wie ich die Geräte gebraucht auf ebay zu kaufen.

    Viele Grüße,

    Admin

  15. Gaby sagt:

    Halli, Hallo,
    habe noch 20-30 Hi 8 filmcassetten und keine Camera,
    könnten Sie mir die nicht kostengünstig auf CD brennen???
    Gruß Gaby

  16. Mark sagt:

    Hallo zusammen,
    Welchen Digitalisierung Service koennt ihr mir für HI8 Bänder empfehlen?
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

    Viele grüße,
    Mark

  17. Wayne sagt:

    Hallo,

    welchen Player für die Hi 8 und Video 8 Bändern hast du denn im EInsatz? WO kriegt man denn heutzutage noch solche Player die nicht total abgenutzt sind?

    • admin sagt:

      Hi Wayne,
      ich hatte den HI8 / Video8 Player auf ebay gekauft. Der Verkäufer damals hatte dazu geschrieben das das Gerät vom Händler überholt ist und super funktioniert.
      Das hat es dann auch und ich konnte meine ganzen Bänder ohne Probleme überspielen.

      Viele Grüße,

      Admin

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